Arbeit bei strukturellen und demografischen Veränderungen
In diesem Themenfeld steht das Thema Arbeit vor dem Hintergrund struktureller und demografischer Veränderungen im Mittelpunkt. So wurden bereits die gesundheitlichen Auswirkungen neuer Arbeitsformen beleuchtet (siehe auch iga-Veröffentlichungen nach Themenfeldern) oder schon sieben Mal das iga-Kolloquium zu Demografie-Themen durchgeführt.
Doch das Thema Demografie erschöpft sich nicht in Maßnahmen für Ältere. Da alle Beschäftigten länger arbeiten müssen, ist es wichtig, die Arbeitsbedingungen alternsgerecht zu gestalten. Nur so können heute junge Arbeitnehmer bis zur Rente arbeiten.
"Mein nächster Beruf" – Personalentwicklung für Berufe mit begrenzter Tätigkeitsdauer
Einige Berufe können trotz Präventionsmaßnahmen nicht bis zum Rentenalter ausgeübt werden. Eine Säule des iga-Projekts ergänzt deshalb Ansätze zum Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit im erlernten Beruf und stellt den erfolgreichen Tätigkeits- bzw. Berufswechsel in den Mittelpunkt. Mit der zweiten Säule wird analysiert, wie die Verweildauer im ersten Beruf verlängert werden kann.
In der Vergangenheit hat iga den Modellberuf der stationären Krankenpflege und des Straßen- und Tiefbauers bearbeitet. Dabei wurden wichtige Erkenntnisse zu den Anforderungen im Modellberuf, Frühwarnindikatoren einer Berufsaufgabe und den Eigenschaften und Voraussetzungen gesunder Beschäftigter im ersten Beruf und erfolgreicher Berufswechsler gewonnen. Gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft für die Bauwirtschaft werden die Ergebnisse für die Straßen- und Tiefbauer in die berufsgenossenschaftlichen Präventionsdienstleistungen integriert und Module des Personalentwicklungskonzepts in der STRABAG AG (siehe auch das Interview mit Dr. Hans-Peter Justen zu diesem Projektteil) umgesetzt.
Das Projekt wird 2010 in einem dritten Modellberuf für Reinigungskräfte fortgeführt. Dabei soll die Projektmethodik verallgemeinert werden, die Übertragung auf andere Berufe geprüft und auch der Transfer in die Praxis hergestellt werden, in dem in einem ausgewählten Unternehmen der Personalentwicklungsansatz umgesetzt wird.
Die Ergebnisse für die Krankenpflege wurden bereits im iga-Report 17 (PDF 616 KB) dokumentiert, ein Report für die Straßen- und Tiefbauer wird gerade erarbeitet. Auch die Methodik des Projekts ist veröffentlicht und die Risikoanalyse wird demnächst zugänglich gemacht.
[Quelle: Initiative Gesundheit und Arbeit (iga)]
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