Joggen in der kalten Jahreszeit: Laufen stärkt vor allem bei Minusgraden die Abwehr
Der Atem gefriert, die Kälte beißt sich in die Haut. Jetzt lieber im beheizten Fitnessstudio schwitzen als Runden an der frischen Luft zu drehen? Von wegen. Joggen hält fit und stärkt die Abwehr – besonders im Winter.
Wer denkt, dass im Winter mit dem Laufen besser pausiert werden sollte, liegt falsch. Denn durch die Bewegung an der frischen Luft gelangt vermehrt Sauerstoff in die Blutbahn – und der ist vor allem in überheizten und schlecht gelüfteten Räumen Mangelware. Auch Minusgrade sind für den Körper kein Problem – vielmehr stärkt die Auseinandersetzung des Körpers mit den kalten Temperaturen das Immunsystem.
Allerdings sollte bei klirrender Kälte das Tempo einen Gang zurück geschaltet werden. Wer zwei bis drei Mal die Woche eine halbe Stunde locker und entspannt läuft anstatt sich zu verausgaben, tut sich und seiner Abwehr nur Gutes. Positiver Nebeneffekt sind weniger Erkältungskrankheiten und Infekte.
Laufen im Winter heißt aber auch: Mehr Zeit in die Vorbereitung, also in die richtige Kleidung und Aufwärmübungen, zu investieren. Bei der Kleidung hat sich das „Zwiebelprinzip“ bewährt, also lieber mehrere Lagen Stoff übereinander tragen als nur einen dicken Sportpullover. Hier setzen sich moderne atmungsaktive Materialien immer mehr durch. Sie haben im Vergleich zu Baumwolle den Vorteil dass der Schweiß nicht aufgesogen, sondern vom Körper weg geleitet wird.
Da der größte Teil der Körperwärme über den Kopf abgegeben wird, sollte unbedingt eine Mütze getragen werden. Und wer einmal bei Temperaturen von unter fünf Grad seine Handschuhe vergessen hat, weiß, wie wichtig warme Hände für das Wohlbefinden sind. Das gleiche gilt übrigens für die Füße: Kalte Zehen sind der Freifahrtschein für Erkältungen, also lieber zu den dickeren oder speziellen Sport-Socken greifen.
Bevor es dann richtig losgeht, sollte die Muskulatur mindestens zehn Minuten aufgewärmt werden. Gymnastik- und vorsichtige Dehnübungen sind dazu gut geeignet – und können auch drinnen absolviert werden, auch nach dem Training, um die Muskeln zu lockern. Übrigens ist es eine Täuschung, dass Läufer bei Minusgraden weniger schwitzen. Vielmehr wird der Schweiß von der im Winter meist dickeren Kleidung mehr aufgesogen – ausreichendes Trinken vor und nach dem Training ist bei Kälte deshalb genau so wichtig wie bei Hitze.
[Quelle: BKK-Bundesverband]
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