Rauchen: Potenz und Fruchtbarkeit in Gefahr
Rauchen schadet der Männlichkeit, und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Nicht nur der Potenz – und dabei die Lebensqualität für Raucher und Partnerin wird verringert, die Schadstoffe im Tabak vermindern auch die Zahl und Qualität der Spermien und beeinträchtigen somit die Fruchtbarkeit des Mannes. Diverse Studien belegen dies eindrucksvoll.
Amerikanische Wissenschaftler beispielsweise bewiesen erst kürzlich in einer breit angelegten Studie, dass Raucher im Vergleich zu Nichtrauchern ein höheres Risiko aufweisen, an der so genannten erektilen Dysfunktion zu erkranken. Bei dieser Form der Potenzstörung kann eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Versteifung des Penis nicht oder nur teilweise erreicht und aufrechterhalten werden. Weil darunter oft auch die Partnerschaft leidet, ist dies für viele Männer ein massiver Einschnitt in die Lebensqualität.
Nach Erkenntnis der Forscher gibt es einen deutlichen, statistisch nachweisbaren Zusammenhang zwischen der Anzahl der gerauchten Zigaretten und dem Auftreten einer erektilen Dysfunktion. Schuld an der Misere ist laut aktuellem Stand der Forschung das „Gefäß-Gift“ Nikotin, das zuallererst den kleinsten, feinsten und empfindlichsten Arterien schadet. So entstehen mitunter schon lange vor dem Raucherbein ein „Raucher-Penis“, der partout seinen „Mann“ nicht mehr stehen kann.
Bei täglich bis zu zehn Zigaretten pro Tag erhöhte sich die Gefahr um 27 Prozent, bei bis zu 20 Zigaretten täglich um 45 Prozent und bei mehr als 20 Zigaretten um 65 Prozent im Vergleich zu Nichtrauchern. Bei Probanden mit Diabetes mellitus war der Zusammenhang noch ausgeprägter. Damit wurden ältere Studien aus Australien und USA bestätigt, die ähnliche Zahlen lieferten. Selbst die als „heißblütig“ verschrienen Italiener werden durch Zigarettenkonsum ihrer Manneskraft beraubt, wie eine Studie an 2.010 südländischen Männern zeigte.
Doch nicht nur die Potenz, sondern auch die Qualität der Spermien leidet unter der Nikotinsucht, wie bereits mehrere Studien deutlich zeigten. So konnte beispielsweise in einer deutschen Untersuchung an 1.786 rauchenden und nicht-rauchenden Männern mit unerfülltem Kinderwunsch festgestellt werden, dass Raucher über eine 15,3 Prozent geringere Spermiendichte, 17,5 Prozent weniger Spermien und 16.6 Prozent weniger bewegliche Spermien verfügten. Selbst die Vitalität der Spermien und das Volumen des Ejakulats waren leicht beeinträchtigt.
[Quelle: BKK-Bundesverband]
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