Schluss mit dem Qualm! Wer Nichtraucher werden will, muss einen starken Willen haben
Es ist giftig, teuer und stinkt – das Rauchen. Trotz dieser stichhaltigen Argumente können die meisten Raucher nicht so einfach mit dem Tabakkonsum aufhören. Körperliche und vielfach auch psychische Abhängigkeit machen es den meisten Menschen schwer, ihre Gewohnheiten aufzugeben und die Finger endgültig von der Zigarette, der Zigarre oder der Pfeife zu lassen.
Wer sich entschlossen hat, mit dem Rauchen aufzuhören, um endlich ein gesünderes Leben ohne Qualm und Schadstoffe als ständige Begleiter führen zu können, kann auf eine ganze Reihe von Hilfsmitteln zurückgreifen: Nikotin-Pflaster, Kaugummis, spezielle Ratgeberbücher, Nichtraucher-Seminare unter der Leitung von Suchttherapeuten und Akupunktur- und Hypnose-Sitzungen. Doch wem hilft was? Raucher und das jeweilige Rauchverhalten sind ebenso verschieden wie die Möglichkeiten, wieder vom Tabak los zu kommen. Und nicht selten werden die ehemaligen Raucher nach ein paar Wochen oder Monaten der erfolgreichen Abstinenz bei Gelegenheit wieder rückfällig.
„Raucher lassen sich nicht einfach in ein Schema einordnen“, sagt Dr. Martina Pötschke-Langer vom WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle, das beim Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg angesiedelt ist. „Ohne eine starke Motivation der Raucher, aufzuhören, läuft allerdings gar nichts“, fügt sie hinzu. Wer also dauerhaft die Finger vom Tabak lassen möchte, muss schon einen starken Willen haben oder entwickeln.
Ist der Entschluss dann getroffen, hat sich laut Dr. Pötschke-Langer gezeigt, dass die so genannten intensiven Maßnahmen die besten Erfolgsaussichten haben. Wer aufhören will, muss sein Verhalten ändern und sich durch andere Menschen psychisch unterstützen lassen. Dabei geht es auch darum, Vermeidungsstrategien zu entwickeln, wenn das Verlangen nach Nikotin zu stark wird. Auf diesem Gebiet hat sich auch die Beratung über Internet und Telefon bewährt, so dass die Tabakentwöhnung mittels psychischer Unterstützung auch komplett zu Hause stattfinden kann.
Auch Nikotin-Ersatz-Präparate können beim Entzug sinnvoll sein: „Wenn starke Raucher aufhören wollen, sollten sie sogar in hohen Dosierungen angewandt werden“, rät Dr. Pötschke-Langer. Denn gerade bei Extrem-Rauchern liege der Schlüssel zum Erfolg in der Überwindung der körperlichen Abhängigkeit vom Nikotin, um eine Verhaltensänderung zu erreichen. Hier helfen spezielle Pflaster, Kaugummis oder Nasensprays mit Nikotin. „Starke Raucher sollten sich darüberhinaus in der Apotheke beraten lassen“, meint die Expertin.
Weitere Informationen und Tipps zum Aufhören finden Raucher auf der Internet-Seite des Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle (tabakkontrolle.de).
[Quelle: BKK-Bundesverband]
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