Vorsicht vor Pfeife und Zigarre: Auch „nur paffen“ ist ungesund

  • user notice: The custom_breadcrumbs_nodeapi() function called token replacement with an array rather than a string for $text in /var/www/vhosts/gesundheitsverhalten.eu/httpdocs/sites/all/modules/token/token.module on line 263.
  • user notice: The custom_breadcrumbs_nodeapi() function called token replacement with an array rather than a string for $text in /var/www/vhosts/gesundheitsverhalten.eu/httpdocs/sites/all/modules/token/token.module on line 263.

Wer meint, Zigarre oder Pfeife zu rauchen wäre weniger ungesund, liegt falsch: Die vermeintlich „noblen“ Tabakprodukte werden zwar anders konsumiert, enthalten aber meist dieselben giftigen und Krebs erzeugenden Stoffe - und schaden insbesondere den Passivrauchern genauso sehr wie herkömmliche Glimmstängel.

„Selbst wenn man den Rauch nicht inhaliert, gelangt er dennoch tief in die Mundhöhle und über die Schleimhäute ins Blut“, warnt Dr. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg. So kommt es, dass die Inhaltsstoffe des verbrannten Tabaks selbst dann maßgeblich der Gesundheit schaden, wenn man nicht „auf Lunge“ raucht: „Acrylnitril beispielsweise verursacht auch beim Paffen Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und ist krebserregend. Acetaldehyd hingegen reizt nicht nur die Augen, sondern schadet auch dem Atemtrakt, weil es den Selbstreinigungseffekt der Lungen stört“, sagt Pötschke-Langer. Zudem enthalte auch Tabakrauch von Pfeifen und Zigarren Schwermetalle, Formaldehyd und Krebs erzeugendes Benzol.

Umso bedenklicher sei, dass die meisten Tabakwaren immer häufiger mit Zusatzstoffen versetzt werden, die das Rauchen schmackhafter und angenehmer machen, wie die Heidelberger Expertin erläutert: „Früchte-Aromen, Zucker, Kakao, Honig, Lakritz oder Menthol versüßen den bitteren Geschmack des Tabaks und verhindern so den natürlichen Hustenreiz. Das führt allerdings dazu, dass man den giftigen Rauch länger im Mund behält.“

Bei Zigaretten gelte es als erwiesen, dass eine durch Zusatzstoffe bedingte tiefere Inhalation den Suchteffekt verstärke. Dass dieselben Stoffe im Pfeifentabak eine ähnliche Wirkung haben, sei nach aktuellem Stand der Forschung zwar noch nicht bewiesen, aber auch nicht auszuschließen. Fest steht jedoch, dass selbst Zigarren oft nicht mehr nur aus „naturreinen“ gerollten Tabakblättern bestehen, sondern immer häufiger mit Aromen versetzt werden, die „das Paffen“ genießbarer machen und so mittelfristig den Konsum erhöhen – ganz abgesehen von der Frage, inwieweit die Zusatzstoffe, zu denen auch Farb- oder Klebstoffe gehören, selbst gesundheitsschädlich sind.

Besonders hoch sei die zudem die Belastung für Passivraucher durch Pfeifen oder Zigarren. Denn die verursachen im Vergleich zu Zigaretten besonders viel „blauen Dunst“. Deshalb schaden Raucher nicht nur ihren Familienmitgliedern, Freunden oder Kollegen, sondern letztlich auch sich selbst: als Passivraucher ihres eigenen Qualms.

Fazit: Pfeifen- und Zigarrenraucher sind keinesfalls auf der sicheren, sprich gesunden Seite. Auch wer diese Alternativen zu Zigaretten nur mäßig konsumiert oder zu zusatzstofffreien Tabak greift, schädigt seinen Körper – nur bestenfalls ein bisschen weniger. Gesund wird Paffen dadurch jedenfalls ebenso wenig wie Inhalieren, weshalb die Krebsforscher ganz eindeutig empfehlen: Je früher man dem Tabak komplett absagt, desto besser.

[Quelle: BKK-Bundesverband]