Fit durch Radfahren: Idealer Sport für die ganze Familie
Wer Radfahren als regelmäßigen Freizeitsport ausübt, kann ähnlich wie durch Joggen, Schwimmen oder Walken den so genanten Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht vorbeugen. Denn Radfahren wirkt sich positiv auf viele Körperfunktionen aus.
Es vergeht kaum ein Monat, ohne dass die Fitness- und Wellnessbranche mit neuen Ideen und Produkten aufwartet, die Gesundheit und Leistungsfähigkeit fördern sollen. Dabei vergessen viele Verbraucher, dass man sich auch ganz unaufwändig und konventionell Gutes tun kann, z. B. Fahrrad fahren. Denn Radfahren wirkt sich positiv auf viele Körperfunktionen aus, ist für fast alle Menschen geeignet und somit auch ein idealer Familiensport – besonders in der warmen Jahreszeit.
Die Natur genießen und sich dabei entspannt bewegen: Gerade beim Radfahren in der Freizeit sind nicht etwa Leistung und Tempo entscheidend, sondern die Bewegung an sich. Auch bei mäßiger Geschwindigkeit kommt es zu vertiefter Atmung und verstärkter Durchblutung. Folge: Die Organe werden besser mit Sauerstoff versorgt. Die Belastung kurbelt Herz und Kreislauf an und stärkt das Immunsystem.
Durch die sitzende Position werden die Gelenke dabei weitaus weniger belastet, als dies beim Joggen oder Walken der Fall ist, so dass Radfahren auch für übergewichtige Menschen ideal ist. Auch wer unter arthrosebedingten Gelenkveränderungen an Hüfte oder Knien leidet, muss auf das Fahrradfahren nicht verzichten – ganz im Gegenteil: „Bei dosierter Belastung werden Gelenkknorpel und Muskulatur sogar positiv beeinflusst, so dass die Beschwerden verringert werden können“, sagt Dr. Ulrich Bartmus vom Lehrstuhl für Sportmedizin und Sporternährung der Ruhr-Universität Bochum.
Wer Radfahren als regelmäßigen Freizeitsport ausübt, kann ähnlich wie durch Joggen, Schwimmen oder Walken den so genanten Zivilisationskrankheiten wie Bluthochdruck, Diabetes oder Übergewicht vorbeugen. Allerdings gilt wie bei den anderen Sportarten: Auf die Regelmäßigkeit kommt es an. Grundsätzlich gilt auch hier die Empfehlung: Drei mal 40 Minuten die Woche bringt gute Effekte, wer jeden Tag 30 Minuten radelt, erzielt die besten Erfolge. Aber Achtung: Das gilt nur bei zügigem Radeln ohne Ampelpausen oder häufiges Ausrollen lassen – wer sich so gemächlich fortbewegt, muss die Dauer deutlich erhöhen.
Radfahren ist aber auch ein idealer Familiensport: Vor allem Kinder fahren oft mit Begeisterung Fahrrad, so dass sich der Sport für die ganze Familie eignet. „Allerdings sollte man bei der Tourenplanung überlegen, welche Fahrzeiten zumutbar sind“, erklärt Dr. Bartmus. Denn gerade jüngeren Kindern kann bei mehrstündigen Fahrten schnell langweilig werden. Deshalb sollten Zwischenstopps nicht nur für die Rast zum Essen und Trinken eingeplant werden, sondern gerade auch Stellen, die für Kinder interessant sind (z.B. Abenteuerspielplatz, Tiergehege).
Bei der Suche nach dem richtigen Fahrrad sollte man sich auf jeden Fall im Fachgeschäft beraten lassen, denn bei den einzelnen Modellen gibt es erhebliche Unterschiede, abhängig davon, wo und wie das Fahrrad vorwiegend zum Einsatz kommen soll. Und auch die Einstellung von Lenker und Sitz sollte von einer Fachkraft optimal an den Körper des Fahrers angepasst werden, sonst drohen eher Schmerzen statt Entspannung. „Eine falsche Sitzposition kann schnell zu unangenehmen Beschwerden im Nacken- sowie unteren Wirbelsäulenbereich führen und einem so das Vergnügen massiv verleiden“, rät Dr. Bartmus.
[Quelle: BKK-Bundesverband]
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