Infos zur wissenschaftlichen Studie an der UNI Duisburg-Essen

Alle Krankenkassen der gesetzlichen Krankenversicherung haben sich im Jahr 2000 zusammengetan, um laufend mit einheitlichen Verfahren die Wirkungen von Gesundheitskursen zu evaluieren.
Dieser Nachweis der Gesundheitswirkungen Ihrer Kurse soll die Unterstützung zu Präventionsmaßnahmen durch die Krankenkassen langfristig sichern.

 

Ausgangslage:
Eine große Herausforderung der modernen Industriegesellschaft stellt die Sensibilisierung und Aufklärung der BürgerInnen für gesundheitsvorsorgende Verhaltensweisen und bewussteren Lebensführung dar. Dabei zielen einige spezifische  Aufklärungskampagnen privater und öffentlicher Institutionen besonders darauf ab, mögliche Wege zu finden, Personen mit Verhaltensrisiken zur Veränderung der bisherigen Lebensgewohnheiten zu motivieren.
Vor dem Hintergrund zunehmend eingeschränkter finanzieller Mittel in der Gesetzlichen
Krankenversicherung und der gesundheitlichen Prävention, ist es sehr wichtig, die zur Verfügung stehenden Ressourcen der Versichertengemeinschaft möglichst effektiv und effizient einzusetzen.

Gleichzeitig ist das Interesse der Leistungsträger nach transparenten und validen
Beurteilungsverfahren von individuellen Präventionsmaßnahmen von besonderer Relevanz.
Daraus folgend verständigten sich die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen im Jahr 2000 auf gemeinsame und einheitliche Instrumente zur Erfolgskontrolle von Präventionsmaßnahmen gemäß § 20 SGB V.
Der sogenannte „individuelle Ansatz“ zur Evaluation stellt seither die wissenschaftliche Basis zur Wirkungs- und Erfolgskontrolle bei Maßnahmen und Interventionen in der Primärprävention dar.

 

Ziele der Studie:
In der laufenden Studie soll die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von primärpräventiven Kursen (gem. § 20 SGB V) an den Wohnorten der Versicherten im Vergleich zu Maßnahmen an den Kurorten untersucht werden. Hierzu werden jeweils ca. 3.000 Teilnehmer in Wohnortnähe und am Kurort befragt und somit untersucht, welche der ausgewählten
Maßnahmen bestimmte Ergebnisse in bezug auf die angestrebte Effektivität und Effizienz erreichen.

Die Studienteilnehmer erhalten nach Abschluss der Kurse die Möglichkeit, auf diesem Webportal weitere Informationen zu sammeln und in den Foren aktiv mitzuwirken.
Dadurch soll die Motivation zur längerfristigen Verhaltensänderung erhalten bzw. verbessert werden. Diese webbasierten Maßnahmen, z.B. Newsletter, Foren und Communities werden ausschließlich den an der Studie beteiligten Kursteilnehmern zu Verfügung gestellt.

 

Universitätsinstitute und Koordinator:
Die Studie wird am „Institut für Prävention und Gesundheitsförderung an der UNI Duisburg-Essen“ (kurz: IPG, Geschäftsführender Direktor Dr. Alfons Schröer) in Kooperation mit dem UNI-Lehrstuhl für Medizinmanagement von Herrn Prof. Dr. Jürgen Wasem durchgeführt.
Herr Dipl.-Kfm. Ralf A. Ritschel führt diese Studie im Rahmen seiner Dissertation durch.

 

Durchführung:
Es handelt sich um eine Befragung der Kursteilnehmer/innen zu drei Zeitpunkten: Bei Kursbeginn, bei Kursende und sechs Monate nach Kursende. Die letzte Befragung wird vom IPG auf dem Postweg durchgeführt.

Die nur (!) für die Studie erhobenen Personendaten werden keinesfalls an die Krankenkassen oder sonstige Dritte weitergeleitet oder werblich verwendet, sondern sofort nach der statistischen Auswertung am UNI-Institut vollständig vernichtet!